
Peonia – im botanischen Sprachgebrauch Paeonia – zählt zu den eindrucksvollsten Staudenpflanzen, wenn es um Blütenspektakel, Duft und elegante Blätter geht. Die Geschichte dieser Pflanze reicht weit zurück, und auch heute noch begeistert sie Gärtnerinnen und Gärtner mit einer Vielfalt, die von zart duftenden Einzelblüten bis hin zu imposanten Fächern in Baum-Paeonien reicht. In diesem Beitrag nehmen wir die Peonia aus verschiedenen Blickwinkeln unter die Lupe: Von Taxonomie und Sortenvielfalt über Boden, Standort, Pflege, Vermehrung, Schädlings- und Krankheitsmanagement bis hin zu kreativen Gestaltungsideen im Garten. Wer nach Peonia sucht, findet in diesem Artikel fundierte Informationen, praktische Tipps und Inspirationen, um die Peonia zum Mittelpunkt des Gartens zu machen.
Was ist Peonia? Taxonomie, Herkunft und Bedeutung
Peonia ist die lateinische Bezeichnung für die Gattung Paeonia, zu der zahlreiche Arten gehören. Die bekanntesten Vertreter in Gärten sind Paeonia lactiflora (Lactiflor-Peonia) und Paeonia suffruticosa (Straßen- oder Baum-Peonia). Ergänzt wird die Gruppe durch weitere Arten wie Paeonia tenuifolia (Nadel-Peonia) und die sogenannten Itoh-Hybriden, eine Kreuzung zwischen Paeonia lactiflora und Paeonia arborea, die insbesondere wegen ihrer langen Blütezeit geschätzt wird. Die Blütenformen reichen von großen, pompösen Trauben bis hin zu zierlichen, lampenschirmartigen Blütenständen. In der deutschen Gartensprache begegnet man oft dem Begriff Pfingstrose, doch botanisch gesehen handelt es sich um die Gattung Paeonia, deren Name lateinisch über die griechische Pflanzennomenklatur verankert ist. Die korrekte Schreibweise Paeonia mit dem Umlaut-A (ae) spiegelt die lateinische Herkunft wider und ist in Fachkreisen Standard. Für die Suchmaschinenoptimierung kann es sinnvoll sein, sowohl Paeonia als auch Peonia und peonia in sinnvollen Konstellationen zu verwenden, um unterschiedliche Schreibweisen abzudecken.
Sortenvielfalt der Peonia: Arten, Sorten und Züchtungen
Die Peonia punktet mit einer erstaunlichen Vielfalt, die sich grob in drei Hauptkategorien gliedert: die Strauch-Peonien, die Baum-Peonien und die Itoh-Hybriden. Jede Gruppe hat ihren eigenen Charme, speziellen Habitus und Pflegebedarf. Gleichzeitig finden sich innerhalb jeder Gruppe unzählige Sorten mit unterschiedlichen Blütenformen, -farben und Duftnuancen. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Vertreter und deren Besonderheiten.
Strauch-Peonien (Paeonia lactiflora): Blütenpracht in Hülle und Fülle
Die Strauch-Peonia, Paeonia lactiflora, gehört zu den klassischen Garten-Lieblingen. Sie treibt jedes Frühjahr zahlreich aus dem bodennahen Holz aus und schenkt uns eine lange Blütezeit. Die Blütenformen reichen von gefüllten Rosetten bis zu einfachen, doch eleganten Blüten. Die Farbpalette spannt sich von reinem Weiß über Rosa- und Rottöne bis hin zu zarten Apricot-Nuancen. Die Strauch-Peonia zeichnet sich durch robuste Wuchsform, gute Schnittfähigkeit und vergleichsweise geringe Winterschnittanforderungen aus. Eine gute Partnerschaft bildet sie mit Stauden wie Echinacea, Salvia oder Lupinen, wodurch ein abwechslungsreiches Blütenband über die Gartensaison entsteht. Peonia lactiflora bleibt oft über Jahre hinweg kompakt und robust, vorausgesetzt, der Standort stimmt.
Baum-Peonien (Paeonia suffruticosa): Majestät im Gehölzformat
Baum-Peonien sind strauchartige Gehölze, die auch als Tree Peonies bekannt sind. Sie entwickeln holzige Triebe, die im Gegensatz zu den Strauch-Peonien auch Jahre nach dem Pflanzen weiter wachsen. Die Blüten sind häufig besonders groß, majestätisch und oft äußerst langlebig. Die Farbpalette reicht von Schneeweiß über Rosé bis zu dunklen Rottönen, manchmal mit opulenten Gelb- oder Goldzentren. Tree Peonies bevorzugen einen etwas schattigeren bis halbschattigen Standort und profitieren von einem humosen, gut wassergleitfähigen Boden. Sie sind langlebige Solitärpflanzen, die im Garten eine souveräne Ausstrahlung haben und sich ideal als Blickfang im Mittelpunkt eines Beetes eignen.
Nadel-Peonien (Paeonia tenuifolia) und seltene Sorten
Die Nadel-Peonia, Paeonia tenuifolia, besticht durch filigrane Blüten und fein strukturierte Blätter, die eine feine, fast betörende Textur ins Beet bringen. Ihre Blüten können zart gewebt wirken und erscheinen oft im Frühjahr in stiller Eleganz. Aufgrund ihrer Wuchsform und Bodengegebenheiten eignen sich Nadel-Peonien besonders gut für Fugen- und Randnischen, wo sie eine delikate Kontur setzen. In vielen Gärten finden sich auch seltene Sorten, die durch Züchtungen entstanden sind und besondere Farbspiele oder Blütenformen zeigen. Die Vielfalt bei der Peonia ist wirklich enorm, und wer sich intensiver mit der Gattung Paeonia beschäftigt, wird regelmäßig neue Favoriten entdecken.
Itoh-Hybriden: Die perfekte Mischung aus Lactiflora und Arborea
Die Itoh-Hybriden, auch als Inter-Spezies-Hybriden bekannt, sind Kreuzungen zwischen Paeonia lactiflora und Paeonia arborea. Sie kombinieren die lange, stabile Blütezeit der Lactiflora mit der Wuchsform und dem Duft einiger hocharomatischer Arten. Diese Hybriden zeigen oft sehr beeindruckende Blütenstände, eine gute Krankheitsresistenz und eine auffallende Fortpflanzungsfähigkeit. Für Gartenfreunde, die Wert auf ein langes Blühenfenster legen, sind Itoh-Hybriden eine ausgezeichnete Wahl. Beachten Sie jedoch, dass sie etwas mehr Platz benötigen, da ihre Blütenstände größer sein können als bei klassischen Strauch-Peonien.
Standort, Boden, Bewässerung: Die Basis für eine gesunde Peonia
Eine glückliche Peonia beginnt mit dem richtigen Standort. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz, der vor starkem Wind geschützt ist. In sehr heißen Lagen kann ein leichter Schatten am Nachmittag die Blütenqualität verbessern und Verbrennungen verhindern. Der Boden sollte humusreich, gut durchlässig und leicht kalkhaltig sein. Staunässe ist der größte Feind der Peonia, da sie anfangs zu Wurzelfäule neigen kann. Ein Boden-Puffer aus Kompost oder gut verrottetem Mist sorgt nicht nur für Nährstoffe, sondern auch für eine bessere Struktur und Wasserspeicherung. Mineralische Nährstoffe sind wichtig, aber Überdüngung, insbesondere mit Stickstoff, kann zu üppigem Blattwachstum auf Kosten der Blüte führen.
Standortwahl: Sonne, Schatten, Windschutz
Peonia liebt die Sonne, aber ein leichter, schützender Schatten am Nachmittag kann in warmen Klimazonen Wunder wirken. Ein windgeschützter Standort ist wichtig, da schwere Blütenstände bei starkem Wind abknicken können. Wenn der Boden stark verdichtet ist, hilft eine Oberbodenlockerung; das erleichtert das Wurzelwachstum und die Nährstoffaufnahme. Eine Mulchschicht rund um die Pflanze hilft, die Bodenfeuchte zu halten und Unkraut zu reduzieren. In der Nähe von Gehwegen oder großen Staudenbeeten kann eine Peonia zu einem Blickfang werden, ohne zu konkurrieren.
Bodenstruktur und pH-Wert
Der ideale pH-Wert liegt leicht sauer bis neutral (pH 6,0–7,0). Leicht kalkhaltige Böden sind oft vorteilhaft, aber bei sehr schweren Böden ist eine Drainage besonders wichtig. Wenn der Boden sehr tonig ist, hilft das Einarbeiten von grobem Sand oder Perlite sowie organischer Substanz, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Gärtnerinnen und Gärtner berichten oft von besseren Blütenqualitäten, wenn der Boden regelmäßig gemulcht wird und Nährstoffe aus organischer Herkunft stammen. Peonia mögen es, wenn sie nicht gleich nach der Pflanzung mit stickstoffreicher Fütterung überschüttet werden; moderates Düngen unterstützt eine robuste Blüte, ohne das Pflanzenmonument zu überwuchern.
Bewässerung: Gleichmäßige Feuchtigkeit statt Staunässe
Eine gleichmäßige Feuchtigkeit ist entscheidend. In den ersten Wochen nach der Pflanzung benötigen Peonia regelmäßig Wasser, damit sich Wurzeln festigen. Danach genügt oft eine tiefe, seltenere Bewässerung, da die Wurzeln tiefer lungern und Feuchtigkeit effizienter nutzen. Vermeiden Sie jedoch Trockenstress während der Knospenbildung. Tropfbewässerung oder Tiefenbewässerung sorgt dafür, dass die Wurzeln nicht an der Oberfläche austrocknen und gleichzeitig keine Staunässe entsteht. Ein Mulch aus Rindenhumus, Stroh oder Holzhäckseln schützt die Bodenfeuchte und verhindert, dass die oberste Bodenschicht zu schnell austrocknet.
Vermehrung, Pflanzung und Pflanzrhythmus der Peonia
Die Vermehrung von Peonia erfolgt typischerweise durch Teilung der Pflanzensätze oder durch Samen. Die Vermehrung durch Samen birgt Überraschungen: Aus Samen können sich neue Sorten entwickeln, die Eigenschaften der Eltern nicht immer exakt übernehmen. Die Vermehrung durch Teilung ist im Pflanzaltag üblich und sorgt dafür, dass die Traits der Sorte erhalten bleiben und die Pflanze ihre volle Blütezeit behält. Die beste Zeit für Teilungen ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr, je nach Klima. Pflanzabstand variiert je nach Sorte; für Strauch-Peonien sollten 60 bis 90 cm freigehalten werden, während Baum-Peonien etwas mehr Raum benötigen, um den imponierenden Blütenständen gerecht zu werden.
Teilung und Neupflanzung
Bei der Teilung sollte man darauf achten, dass jede Teilung mindestens ein Auge (Knospe) besitzt und ausreichend starkes Wurzelgeflecht. Die Teile sollten in einem lockeren, nährstoffreichen Substrat eingesetzt werden. Nach dem Pflanzen sollten Sie die Stelle gut bewässern und die ersten Wochen gut beobachten. Peonia fordert Geduld: Ohne eine ausreichende Etablierung kann eine Blüte im ersten Jahr ausbleiben. Doch mit ausreichender Pflege und stabiler Wurzelbildung bietet sich im zweiten Jahr eine üppige Blüte.
Samenvermehrung: Chancen und Herausforderungen
Wenn Sie Peonia-Samen verwenden, sollten Sie berücksichtigen, dass die Keimung oft mehrere Wochen bis Monate dauern kann. Kältebehandlung vor der Aussaat (Kaltkeimung) verbessert die Keimraten. Gepresste Samen sollten in einer Anzuchterde ausgesät werden, lichtkeimende Sorten brauchen eine leichte Abdeckung. Die Pflegeabfolge umfasst regelmäßiges Gießen, aber keine Staunässe, und eine Wartung der Keimlinge bis zur ersten echten Blätter. Aus Samen gezogene Pflanzen blühen manchmal später, dafür sind sie oft widerstandsfähiger gegenüber Umweltstress. Wenn Sie jedoch eine bestimmte Sorte wünschen, empfiehlt sich die Vermehrung über Teilung.
Pflege im Jahresverlauf: Frühjahr, Sommer, Herbst
Peonia hat einen klaren Rhythmus im Jahreslauf. Eine gezielte Pflege unterstützt die Blühfreude und verlängert die Lebensdauer der Pflanze. Wir betrachten die wichtigsten Pflegepunkte für Frühjahr, Sommer und Herbst und geben praktische Hinweise, wie Sie die Peonia gesund und attraktiv halten.
Frühjahr: Knospen, Blütenaufbau, Schnittgründe
Frühjahr ist die Zeit der Vorfreude. Nachdem vergangenes Herbstlaub zurückgegangen ist, zeigt sich oft schon ein zarter Neuaustrieb. Wichtig ist, abgestorbene Triebe zu entfernen und die Pflanze zu kontrollieren, ob irgendwo Schädlinge Zuflucht gefunden haben. Für Strauch-Peonien ist ein leichter Rückschnitt sinnvoll, der die Luftzirkulation verbessert, aber keine Blütenknospen abtrennt. Manches Mal helfen leichte Stützmaßnahmen, wenn schwere Blütenstände drohen umzubrechen. Eine regelmäßige Kontrolle auf Mehltau ist sinnvoll, besonders bei feuchtem Frühjahr, da die Peonia anfällig für Pilzkrankheiten ist. Der Frühling ist auch der Zeitpunkt, um die Pflanzen in kompakter Form zu halten, damit die späteren Blütenstände nicht zu schwer werden und am Stamm abbrechen.
Sommer: Pflege der Blüte, Schädlingsmonitoring, Schnitt
Zur Sommersaison gehört vor allem die Geduld für die Blüte. Die Peonia zeigt ihr Blütenfeuer, und die Pflanze braucht weiterhin ausreichend Wasser. Wenn sich Blüten öffenen, sollten Sie verwelkte Blütenstöcke entfernen, um die Pflanze zu entlasten und ein gesundes Nachblühen zu unterstützen. Bei einigen Sorten kann es sinnvoll sein, die verblühten Blüten zu verspinnen oder die Fruchtstände zu reduzieren, damit die Pflanze Energie in die Wurzel- und Blätterbildung stecken kann. Schädlingsmonitoring ist besonders in feuchten Sommermonaten wichtig, da Blattläuse oder Rostkrankheiten auftreten können. Entfernen Sie befallene Blätter frühzeitig, um die Ausbreitung zu verhindern, und achten Sie darauf, dass die Luft um die Pflanze frei zirkulieren kann.
Herbst: Rückschnitt, Nährstoffversorgung, Winterschutz
Im Herbst erfolgt der Rückschnitt bei Strauch-Peonien oft moderat, um die Pflanze nicht zu stark zu schwächen. Verwelkte Blätter und kranke Triebe sollten entfernt werden, um Pilzbefall zu verhindern. Der Boden kann mit Kompost angereichert werden, damit die Pflanze gut über den Winter kommt. Baum-Peonien benötigen oft weniger Schnitt als Strauch-Peonien, aber der Boden rund um die Wurzeln profitiert von einer Schicht Mulch, die Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen abpuffert. Ein Winterschutz aus Laub, Stroh oder Tannenzweigen ist sinnvoll, besonders in frostgefährdeten Regionen. So überstehen auch empfindliche Sorten wie junge Pflanzen kalte Wintertage besser.
Schädlings- und Krankheitsmanagement: Gesund durch die Saison
Wie viele Pflanzearten ist auch Peonia nicht frei von Herausforderungen. Mehltau, Rost, Blattläuse und Pilzbefall können die Blüte beeinträchtigen. Ein frühzeitiges Erkennen und gezieltes Gegensteuern helfen, die Pflanze gesund zu halten. Außerdem können Bodenprobleme wie Staunässe die Pflanze schwächen und das Risiko von Wurzelfäule erhöhen. In der Praxis empfiehlt es sich, die Peonia regelmäßig zu kontrollieren, besonders nach nassem Wetter. Eine gute Luftzirkulation und eine durchlässige Bodenkonstruktion minimieren Krankheitsdruck. Fungizide sollten nur dort eingesetzt werden, wo eine Bedrohung besteht, und mit Bedacht, um Nützlinge nicht unnötig zu schädigen.
Typische Probleme, frühzeitige Warnsignale
Zwischen den häufigsten Krankheiten und Schädlingen finden sich Mehltau, Rost und Blattläuse. Mehltau zeigt sich oft als grauweißer Belag auf Blättern, Rost als rostbraune Flecken. Blattläuse können die Pflanze schwächen und das Wachstum verzögern. Frühzeitiges Entfernen befallener Blätter, eine gute Wassergabe am Boden und eine gezielte Behandlung mit sanften Mitteln (z. B. insektizide Seifenlösung) können helfen. Die Vernetzung von Prädatoren wie Marienkäfern kann ebenfalls nützlich sein, um natürliche Schädlingskontrolle zu unterstützen.
Gestaltungstipps: Peonia gekonnt ins Beet integrieren
Peonia bietet sich an, um als Augenhöhe-Kern im Beet oder als Solitär zu fungieren. Die großen Blütenstände ziehen die Blicke auf sich und schaffen einen romantischen, klassischen Garden-Charakter. Im Zusammenspiel mit anderen Stauden entsteht eine harmonische, abwechslungsreiche Pflanzung. Hier einige Gestaltungsideen, wie Sie Peonia wirkungsvoll einsetzen können.
Beetgestaltung rund um Peonia: Farbenfeste Arrangements
Eine klassische Gruppierung von drei bis fünf Peonia-Stauden in einer farblich abgestuften Reihe oder als Dreiergruppe schafft einen Blickfang. Kombinieren Sie Teintöne wie Weiß mit Rosé- oder Lila-Tönen. Die kräftigeren Rot- und Magenta-Farbspiele lassen sich mit zarten Stauden wie Delphinium oder Aquilegia kontrastreich verbinden. Die Blattstruktur der Peonia, besonders bei den gefüllten Blütenformen, harmoniert gut mit fein gefiederten Steppensalbei oder Federbuschgras. Eine raue Textur, wie sie Alant oder Gräser wie Miscanthus bieten, bildet einen spannenden Gegenpart zur glatten Blütenpracht.
Solitär-Alleinstellung: Die Peonia als Blickfang
Eine einzelne Peonia, idealerweise in der Nähe eines Weges oder einer Terrasse, zieht den Blick an. Diese Gestaltung betont die Eleganz der Pflanze und ermöglicht es, die Blühphasen in Ruhe zu genießen. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Platz und achten Sie darauf, dass der Boden freundlich feucht bleibt. Ein Solitär kann auch als Duett mit einer niedrigen Staude wie Geranium oder Delphinium ergänzt werden, um Höhe und Tiefe zu erzeugen.
Pflegeleichte Mischpflanzungen
In Mischpflanzungen harmonieren Peonia und Federgras, orangerote Taglilien oder zartrosafarbene Astern. Diese Kombinationen sorgen für eine mehrmonatige Blüte, wobei die Peonia als zentrale Blüte fungiert. Achten Sie darauf, die Abstände so zu wählen, dass der Blütenglanz nicht durch zu starke Konkurrenz abgeschirmt wird. Mulch hält die Bodenfeuchte stabil und schützt die Wurzeln während kühlerer Nächte.
Peonia in der Kultur: Symbolik, Geschichte und zeitlose Ästhetik
Die Peonia hat eine reiche Symbolik und kulturelle Bedeutung in vielen Regionen Europas und Ostasiens. In China gilt die Peonia als Symbol für Reichtum, Würde und Ehre. In der europäischen Gartenkunst stand sie in barocken Gärten häufig als Botschafter des Wohlstands und der Fülle. Die romantische Ausstrahlung der Blüten wird oft in Dichtung und Malerei aufgegriffen. In modernen Gärten dient Peonia als Brücke zwischen klassischer Gestaltung und zeitgemäßer Pflanzkunst. Die Erhaltung ihrer Pracht ist auch eine Frage der richtigen Pflege, denn ein gesundes, kräftiges Wurzelsystem ist die Grundlage für eine lang anhaltende Blüte.
Peonia in der Küche, im Duft und in der Heilkunde: Mythos und Praxis
Während die Pfahlwurzelpfingstrose nicht direkt zur Küche verwendet wird, florale Düfte der Peonia inspirierten Parfümeure und Künstler. Die Blütenblätter finden in der Deko Verwendung, und in einigen Kulturen werden Blüten in Kräutertees oder Duftpeelings genutzt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Peonia-Sorten essbare Teile produzieren. Wenn Sie an Heilpflanzen interessiert sind, sollten Sie sich über lokale Bestimmungen und sichere Verwendung informieren. In der Gartengestaltung trägt die Peonia vor allem zu Duft- und Sinneserlebnissen bei, die den Garten zu einem Ort der Erholung machen.
Praktische Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene
Ob Neuanlage oder Umgestaltung des bestehenden Beets – hier sind praxisnahe Tipps, die helfen, Peonia erfolgreich zu kultivieren:
- Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Standort, der vor starkem Wind geschützt ist.
- Verwende humusreichen, gut durchlässigen Boden; Staunässe vermeiden.
- Setze Teilungen oder Neupflanzungen im Herbst oder zeitigen Frühjahr.
- Mulche das Beet, um Bodenfeuchte zu schützen und Unkraut zu reduzieren.
- Beobachte Bereitstellung von Nährstoffen; halte Stickstoffzufuhr moderat, um Blüte zu fördern.
- Nach der Blüte abgeblühte Blütenstände entfernen, um Energie in Wurzel- und Blattentwicklung zu lenken.
- Schutz vor Fäulnis und Pilzbefall durch Luftzirkulation und regelmäßige Kontrollen.
- Pflege der Baum-Peonien erfordert etwas mehr Geduld und Raum; plane ausreichend Wachstumspotenzial ein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) rund um Peonia und Paeonia
In diesem Abschnitt beantworten wir einige der am häufigsten gestellten Fragen rund um Peonia, Paeonia, Peonea oder Peonica, die in Gärtnereien und Gartencentern auftauchen. Wenn Sie eine Frage haben, die hier nicht beantwortet wird, können Sie sie gerne anmerken, und wir ergänzen den Artikel entsprechend.
Welche Sorte ist am besten für Einsteiger geeignet?
Für Einsteiger eignen sich Strauch-Peonien, insbesondere Sorten der Paeonia lactiflora-Gruppe. Sie gelten als robust, relativ pflegeleicht und bieten eine lange Blütezeit. Ihr moderater Pflegebedarf und die gute Schnittverträglichkeit machen sie zu einer idealen Wahl für Gartenanfängerinnen und -anfänger, die eine eindrucksvolle Blütenpracht wünschen.
Wie oft sollte man Peonia gießen?
Peonia benötigt regelmäßige Feuchtigkeit, vor allem in der Wachstums- und Knospenphase. Danach genügt oft eine tiefere, aber seltener gewählte Bewässerung. Vermeiden Sie jedoch trockene Böden, da dies die Knospenbildung beeinträchtigen kann. Tropfbewässerung oder eine tiefe Bewässerung alle 7–14 Tage sind oft eine gute Richtlinie, abhängig von Klima und Bodenbeschaffenheit.
Kann man Peonia im Winter schützen?
In kälteren Regionen ist ein Winterschutz sinnvoll. Baum-Peonien profitieren oft von einer Mulch- oder Unterlage aus Laub oder Stroh, besonders bei jungen Pflanzen. Strauch-Peonien können ebenfalls geschützt werden, besonders wenn der Boden während des Winters stark gefrieren kann. Die Jahreseinteilung von Winterschutz hängt vom Klima, dem Standort und der Sorte ab. In milden Regionen ist oft kein zusätzlicher Schutz notwendig.
Zusammenfassung: Peonia als zeitlose Bereicherung für jeden Garten
Peonia – Paeonia – bleibt eine der faszinierendsten Blütenschönheiten in der Gartenwelt. Ihre Vielfalt an Arten, Sorten und Formen bietet eine unglaubliche Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten, von romantisch bis modern. Mit dem richtigen Standort, robustem Boden, konsequenter Pflege und einem Blick für das richtige Timing beim Schnitt und der Vermehrung lässt sich jede Peonia zu einem langlebigen Highlight machen. Die Pflanzen bereichern Beete, Terrassen- und Vorgartenbereiche mit einer Blüte, die selten ihren Zauber verliert. Ob als Strauch-Peonia, Baum-Peônia oder Itoh-Hybride – Peonia beeindruckt durch Pracht, Duft und Eleganz und setzt jedes Gartenkonzept stilvoll in Szene.